21. Dezember 2020
Die Wintersonnenwende
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Die Natur hat sich ganz in sich zurückgezogen und bewegt sich kaum. Wenn sie sich in Schnee einhüllt fühlt sich alles ganz ruhig und voller Frieden an. Es scheint als würde alles stillstehen. In der Erde beginnt es gerade jetzt neu zu leben, kaum erkennbar, aber es sammeln sich Kräfte des Neuanfangs.

An der Wintersonnenwende, dem 21. Dezember feierte man die Wiedergeburt des Lichts. Überall wurden Jul-Feuer entzündet zu Ehren der Sonne und um ihr den Weg zu ebnen.

Zu Weihnachten a Muckngahn,
zu Neujahr a Hahnentritt,
zu Heilig Drei Könige a Hirschensprung
und zu Maria Lichtmess a ganze Stund.

„Finstere Thomasnacht,
stets ein gutes Jahr gebracht.“
„Frierts an Thomas, fällt der Kornpreis;
Ist es mild, steigt er.“

Persönliche Fragen zu dieser Zeit:
„Welches Licht brennt in mir und möchte genährt werden?“
„Was ist in diesem Jahr in mir ans Licht gekommen und wurde vollendet?“
„Wie kann ich ein Licht für diese Welt sein?“


Dazu möchte ich Euch ein schönes Ritual für Euer Feuer mitgeben:
Schreibe Dir mehrere Zettel mit den Dingen, Tugenden oder Vergangenem, das Du loslassen möchtest. Aber auch Situationen, die Dich nicht mehr belasten sollen. Und auch Dinge, die sich im Lauf des Jahres verändert haben in und mit Dir.
Nimm Dir eine Kerze und entzünde die Zettel einzeln darin.Halte inne und betrachte bewusst die Worte, welche sich im Feuer auflösen. Lege die Reste in eine Schale und wenn Du möchtest kannst Du hinterher ein wenig räuchern.
Gerne kannst Du aber auch ein Feuer entzünden und das Licht ehren. Nähre das Feuer mit segnenden Kräutern und Harzen. Wenn Du soweit bist verbrenne die Zettel im Feuer. Auch hier solltest Du innehalten und bewusst zusehen wie sich die Worte auf den einzelnen Zetteln auflösen. Du kannst gerne nach jedem Zettelchen auch ein wenig Räucherwerk mit ins Feuer werfen. Hierzu eignet sich gut ganz fein gemahlenes Olibanum.
Mehr zu den Jahreskreisfesten findest du im Artikel „Jahrekreisfeste“ dazu.
Bilder: Adelheid Koch – Startbild, Bild 1, 2 / Cornelia Müller – Bild 3, 4, 5