Frühlingskräuter

kundl_online

Die ersten Blüten des Jahres berühren mich auf eine besonders Weise. Vogelmiere und Zaubernuss haben eine besondere Sprache für mich und weil Ursula Stumpf das so treffend schreibt, kann ich es einfach nur zitieren:

 

Botschaft der Vogelmiere – Stellaria Media (Bild oben)
 von Ursula Stumpf:

 

 


„Wenn Du den Winter satt hast, bringe ich Dir Freude am Leben. Rieche an meinen Blättern, zerreibe sie zwischen den Fingern und kaue sie – sie werden Dich erfrischen. Ich kremple einfach meine Vogelmieren-Ärmel hoch und übernehme den Frühjahrsputz in Deinem Körper und in Deinem Gemüt.
Du wirst sehen: Eingefrorene Gefühle löse ich auf und bringe Unternehmungsgeist zurück. Du fühlst Dich danach wie neu und ganz leicht. Vielleicht hast Du Lust, mit mir zu spielen und Sonnenstrahlen zu fangen? Du glaubst mir nicht? Du meinst, ich sehe viel zu zart aus? Eines musst Du wissen:
Meine zarte Seite ist meine Stärke!
Ich bin zwar klein, habe aber trotzdem Riesenkräfte. Ich bin so nah bei der Erde, weil sie mich wärmt und nährt. Auch nachts, denn da schaue ich mit meinem Sternenblick in den Himmel. Und hole sie auf die Erde – die Sterne. Schau mir ganz genau in meine Blütenaugen….“
 
 
Zaubernuss Botschaft der Zaubernuss – Hamamelis
 von Ursula Stumpf:
CMUE4512
„Egal, wie kalt es um mich herum ist, ich weiß um mein inneres Feuer. Ich bin mit dem wärmenden Feuer tief in der Erde verbunden und bringe es schon im Januar für alles Menschen sichtbar zum Erblühen. In meinen feurigen Flammenblüten steckt Klarheit und das Wissen, dass jeder Tag ein neuer Anfang ist. Jeden Tag erlebe ich mich und meine Umgebung neu. Ich lasse los, was gestern war und bin total neugierig auf das, was heute geschieht. Ich weiß, dass mir alles gelingen wird, was mir in meinem Hamamelis-Blütenleben begegnen wird: Ich bin geübt im positiven Denken und stelle mir mein Leben immer wieder genau so vor, wie ich es gerne hätte. Wenn der kalte Wind weht, rolle ich mich kuschelig zusammen; wenn es schneit, bin ich gespannt auf das Muster der Schneeflocken; wenn es taut, liebe ich das Gefühl des schmelzenden Schnees auf meinen Blütenblättern. Und ab und zu mag ich auch die Sonnenstrahlen – aber bitte nicht zu viele, denn sie verkürzen mein Leben. Wenn Du willst, gebe ich Dir von meinem Blütenfeuer. Damit kannst auch Du dir jeden Tag so schön gestalten, wie Du möchtest. Und staunst immer weiter. Das macht Dich frei, auf kreative Art zu handeln und schafft Dir Raum, neu zu werden. Jeden Tag wieder. In meinen Blüten steckt das Wissen, dass Kälte keine Chance hat gegen die Wärme des inneren Feuers.“

 

 

Bildschirmfoto 2019-05-18 um 20.53.21

 

Ulrike Gschwendtner: „Gestern habe ich die ersten Gänseblümchen auf der Wiese blühen sehen und mich an eine alte Volksweisheit erinnert: Wenn man die ersten drei Blüten, die man im Jahr sieht, verspeist, soll das ein ganzes Jahr vor Krankheiten schützen. Sie stehen noch und ich freue mich jeden Tag, wenn ich sie sehe. Glücksgefühle sind bestimmt auch ein guter Schutz gegen Krankheiten.“ 

Märchen, Sprüche, Weisheiten und in Texten verpackte Kräuterbotschaften sind ein Bestandteil der Führungen von Ulrike Gschwendtner – gerade in diesen sieht sie eine schöne Weise die Tiefe und Vielseitigkeit der Kräuter zu vermitteln. 

Text: Ulrike Gschwendtner

Redaktion: Cornelia Müller

Bilder Kräuter: Cornelia Müller, Porträt: Ulrike Gschwendtner

Quellen: Ursula Stumpf, Pflanzengöttinnen und ihre Heilkräuter, 2010 Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgartr

HINWEIS:

Die Erläuterungen, Steckbriefe, Rezepturen sowie Verwendungshinweise sind  nach Überlieferungen der Volksheilkunde, nach eigenen Versuchen und nach bestem Wissen niedergeschrieben. Es bleibt in der alleinigen Verantwortung des Lesers, die Angaben  einer eigenen Prüfung zu unterziehen. Werden Methoden, Ideen und Rezepte dieser Seite angewendet, dann geschieht dies auf eigene Verantwortung und Haftung. Anleitungen, Zubereitungen und Rezepte ersetzen weder eine ärztliche Diagnose noch eine entsprechende Therapie. !!!

>>