Die Reste vom Feste

Mit Kugeln und Lichtern behangen stand die Tanne in unserem Wohnzimmer. Am Heilig Abend haben wir unterm Baum geschlafen, damit neben den Geschenken, Suns auch die Segenswünsche beschert werden. Von diesem Brauch hat mir eine Schwedin erzählt, mit der ich in der Jugendherberge in Concarneau eine zeit lang zusammengearbeitet hat. Mit meinen Kindern ist so das Baumanhängen mit Segenswünschen ein ganz besonderer Moment geworden. Am Abend des 24. holen wir unser Bettzeug dann hervor und campieren unter den Zweigen. So fallen die Wünsche auf uns herab. Bis Maria Lichtmess stand die Colorado-Tanne, die einen zitronigen Duft verströmt, in unserer Stube. Danach haben wir den Baum zum Vogelhäuschen gesellt und ihn nochmal Weihnachten feiern lassen – mit Meisenknödeln für die Vögel..

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Weihnachtsabend.
Zum ersten Mal angeschwitzt habe ich am 2. März, als wir den Baum klein machen wollten. Da war die Rinde noch in vollem Saft und man hat gerochen und gespürt, wie viel Harz hier noch in den Harzbahnen flüssig ist.
Noch einen weiteren Monat später sieht der Baum kaum verändert aus.

Jetzt aber habe ich die ganze Rinde vom Stamm abgenommen. Ein Teil wird getrocknet und auf die Glut im Kamin gelegt, damit die ätherischen Öl freigesetzt werden und den Raum zitronig-harzig duften lassen. Beim Abschaben der Rinde lag dieser harzig-zitronige Duft richtig im Hof. Mit einem Teil werde ich einen Rinden-Ölauszug ansetzen und daraus eine Salbe für Schnittwunden herstellen. Schon zu Maria Lichtmess habe ich die Knospen, die die Triebe bevorraten, abgenommen. Sie habe ich fein pulverisiert und momentan erstmal gelagert.

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Das ist dann der Rest vom Stamm, mal sehen wozu diese Rouchtn noch herhalten darf. Aus dem unteren Stück kommen auf jeden Fall ein paar Baumradeln runter.

Colorado-Tanne

Abtes concolor

 

abies ist die Bezeichnung für die Tanne im Allgemeinen.

 

engl.

colorado fir

 

 

Volksmund. 

Grau-Tanne

 

 

Inhaltsstoffe.

Ätherische Öle

Harze

 

Tannen-Rinden-Öl/Salbe

Tannen-Rinden-Chips als Kohlenauflage

Tannen-Knospen-Öl

Tannen-Knospen-Pulver

Tannen-Nadel-Bad

Tannen-Nadel-Öl

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Die Tanne wie die Fichte stehen für die Heimat, für ein Heimatgefühl. Aus der Tradition einen grünen Zweig aufzuhängen hat sich mit der Zeit die Tradition des Christbaumes entwickelt. Das winterliche Grün in der Stube ist schon immer als Hoffnungsbote Teil der Winterzeit. Nadeln und Zweige wurden gerne auch in Haus und Hof verräuchert um die desinfizierende Wirkung des Rauchs zu nutzen. Auch Krankenhäuser wurden so desinfiziert.

 

Und weil diese Harzkanäle hier so prall und golden hervorquellen noch ein Bild davon.
Die Seife mit dem Rinden-Ölauszug bekommt als leichten Peelingeffekt noch getrocknete Heidekrautblüten dazu.
Hinten sieht man noch den Rinden-Ölauszug, es duftet herrlich nach feinem Harz mit einer leichten Zitrusnote. Daraus sind die Seifen und die kleinen Peeling-Seifenherzen mit den Heidekrautblüten gemacht.

HINWEIS: Die Erläuterungen, Steckbriefe, Rezepturen sowie Verwendungshinweise sind  nach Überlieferungen der Volksheilkunde, nach eigenen Versuchen und nach bestem Wissen niedergeschrieben. Es bleibt in der alleinigen Verantwortung des Lesers, die Angaben  einer eigenen Prüfung zu unterziehen. Werden Methoden, Ideen und Rezepte dieser Seite angewendet, dann geschieht dies auf eigene Verantwortung und Haftung. Anleitungen, Zubereitungen und Rezepte ersetzen weder eine ärztliche Diagnose noch eine entsprechende Therapie. !!!

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